Wenn bei Ihnen eine Ausbildungsstelle offen blieb, Sie keinen Auszubildenden finden konnten oder sich niemand bei Ihnen beworben hat, dann ist das noch kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen.

Dank unterschiedlichster Fördermethoden haben Sie heutzutage die Chance einen leistungsschwachen Jugendlichen (mit schlechtem Schulabschluss oder gar ohne jeglichen Schulabschluss) oder einen Migranten mit Flüchtlingshintergrund erfolgreich zu einer, für Ihren Betrieb, wichtigen Fachkraft auszubilden.

Welche unterschiedlichen Förderungen gibt es?

  • Das Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ).
    • Hier gehen Sie in eine Art Vor-Ausbildung mit dem/der potenziellen Azubi/ne und lehren wichtige Grundvoraussetzungen für die Ausbildung im angestrebten Beruf. Ein EQJ kann eine Dauer von sechs bis zwölf Monaten haben. Die Mindestvergütung wird durch die Agentur für Arbeit gefördert.
  • Die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH).
    • Hier erhält Ihr Azubi Unterstützung bei Bildungsdefiziten, Lücken in der Fachtheorie, Lernhemmungen / Prüfungsängste, Sprachprobleme und sogar sozialpädagogische Begleitung. Die Unterstützungsangebote finden als Einzelunterricht oder in Kleingruppen statt und nehmen drei bis acht Stunden pro Woche außerhalb der Arbeitszeit in Anspruch. Alle Kosten werden durch die Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter getragen.
  • Die assistiere Ausbildung.
    • Durch die Handwerkskammern wird die assistierte Ausbildung angeboten. Hier werden Sie als Ausbildungsbetrieb direkt unterstützt, aber auch Ihre Auszubildenden erhalten individuelle Hilfen.

Welche Vorteile haben Sie?

  • Bilden einen dankbaren und motivierten Menschen aus
  • Sie können sich den passenden Facharbeiter anlernen
  • Arbeiten Sie effektiv gegen den Fachkräftemangel
  • Bieten Sie einem jungen Menschen eine Lebensgrundlage

Welche Punkte müssen Sie bei der Ausbildung von Migranten beachten?

  • Beim Einstellen eines Bewerbers aus einem nicht-europäischen Zugangsland sollten Sie besonders auf den Aufenthaltsstatus des Bewerbers achten. 
    • Hat der Bewerber eine Aufenthaltsgenehmigung, dann müssen Sie keine Vorgaben beachten und können diesen problemlos einstellen.
    • Haben Sie einen Bewerber mit Duldung, sollten Sie zunächst bei der Ausländerbehörde eine Beschäftigungserlaubnis beantragen. Nach Erhalt dieser, prüfen Sie, ob die Duldung nach Inkrafttreten der „3 + 2“ Regelung ausgesprochen wurde. Ist dies der Fall, so darf Ihr Bewerber für die Dauer der Ausbildung und zwei Jahre darüber hinaus in Deutschland bleiben.
    • Bei einem Bewerber mit Aufenthaltsgestattung stellen sich jedoch ein paar zusätzliche Fragen. Auch hier wird eine Beschäftigungserlaubnis benötigt. Zusätzlich informieren Sie sich, ob das Herkunftsland Ihres Bewerbers inzwischen wieder als sicheres Land gilt oder nicht. Auf der Seite Jobstarter.de finden Sie weitere Informationen
  • Achten Sie auch auf die Sprachbarriere. Hier gibt es Möglichkeiten noch vor der Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, betriebsnahe Praktika und Deutschkurse anzubieten.

Hier finden Sie alle Informationen noch einmal kurz zusammengefasst.