Die Situation der Azubi-Findung im Handwerk wurde über die letzten Jahre hinweg deutlich schwerer. Trotz aktuell vollen Auftragsbüchern mangelt es an Fachkräften und Nachwuchs. Der Azubi-Mangel im Handwerk ist ein großes Problem für viele Firmen und die Zukunft.

Mit dem anstehenden Wegfall der Fachkräfte aus der „Baby Boomer“ Generation wird dieser Zustand nicht verbessert. Die Hoffnung liegt also auf dem Nachwuchs, doch auch hier ist es schwer den/die Passende/n oder gar überhaupt jemanden zu finden.

Die Studien zur Ausbildung von DIHK und DGB zeigen wie, die aktuelle Situation ist und geben eine mögliche Vorschau in die Zukunft.

Trend zu höheren Bildungsabschlüssen

Für jeden Handwerksbetrieb stellt die Suche nach Azubis heutzutage eine Herausforderung dar. Durch den Trend zu höheren Bildungsabschlüssen steigen die Anforderungen an Betriebe, aber auch an die Berufsbilder selbst.

Dieser Entwicklung versuchen mehrere Stellen entgegenzuwirken. Man erhofft sich durch Veränderungen in der Schule mehr junge Menschen für das Handwerk zu begeistern.

Mit dem Berufsabitur und einigen veränderten beruflichen Gymnasien ist eventuell der erste Schritt getan. Hier macht ein Schüler während dem Abitur auch eine Berufsausbildung.

Auswahlkriterien bei der Berufswahl

Berufe, die nach Ansicht der Betriebe nur einen „Hauptschulabschluss“ erfordern, werden meist mit negativen sozialen Positionen assoziiert und wirken somit für die meisten Jugendlichen unattraktiv. Das Handwerk ist hiervon am stärksten betroffen.

Ein junger Mensch beachtet bei der Wahl seines zu erlernenden Berufs folgende Faktoren.

  • Gehalt
  • Arbeitszeit
  • Arbeitsort
  • Sozialer Stand

All diese Faktoren tragen zur aktuellen Position der Handwerksbetriebe auf dem Ausbildungsmarkt bei. Um mit diesen jedoch zu brechen und die Situation, sowie den Ruf des Handwerks zu verbessern müssen einige Schritte von allen Seiten getan werden. Betriebe müssen sich anpassen, aber auch im Bereich der Schulbildung muss es neue Optionen geben. Denn nur, wenn alle versuchen das Problem gemeinsam anzugehen wird sich der Azubi-Mangel im Handwerk auf Dauer ändern.